Ist Griechenland sicher? Sicherheitsratgeber 2026
Griechenland gehört zu Europas sichereren Reisezielen. Wir erklären, worauf Touristen achten sollten: Taschendiebstahl, Schwimmen, Verkehr und Betrug.
Griechenland ist nach objektiven Maßstäben ein sicheres Land für Touristen. Es liegt regelmäßig im unteren Bereich europäischer Kriminalstatistiken, Gewaltkriminalität gegen Besucher ist selten, und Dutzende Millionen Touristen reisen jährlich unfallfrei ein. Dennoch ist kein Reiseziel vollständig ohne Risiko – einige spezifische Gefahren sollte man kennen, bevor man aufbricht.
Sicherheitslage im Überblick
Griechenland hat eine der niedrigeren Gewaltkriminalitätsraten in der Europäischen Union. Für Touristen sind die realistischen Risiken:
- Taschendiebstahl und Kleinkriminalität in belebten Athener Gegenden
- Schwimmgefahren bei starken Winden, besonders an exponierten Stränden
- Verkehrsunfälle, besonders auf engen Berg- und Inselstraßen
- Hitzeerkrankungen im Juli und August
- Gängige Touristenbetrug an bestimmten Bars, Restaurants und Taxiständen
Terrorismus ist ein geringes, aber nicht null Risiko – wie in allen europäischen Ländern. Griechenland erscheint auf keinen erhöhten Reisewarnungen des US-Außenministeriums, des britischen FCDO oder des australischen DFAT für allgemeinen Touristentransport (Stand 2026).
Taschendiebstahl in Athen
Athen hat ein Taschendiebstahlproblem an bestimmten Orten. Die Hochrisikogebiete sind:
- Monastiraki-Flohmarkt – enge Gassen, leicht für Taschendiebe und Handtaschenräuber
- Syntagma-Platz und die darunter liegende U-Bahn-Station – hoher Touristendurchfluss
- Omonia-Platz-Gegend – auch etwas Straßenhudelei nachts; am besten nach Einbruch der Dunkelheit meiden
- Die Akropolis selbst – besonders am Eingangsbereich
Praktische Maßnahmen: Handy in die vordere Hosentasche, Tasche die sich richtig schließt und auf der Brust getragen wird, keine Kameras oder Taschen auf Café-Tischkanten liegen lassen, und bei überfüllten U-Bahn-Stationen wachsam sein (besonders Linien 2 und 3 Richtung Piräus oder Flughafen).
Hotelzimmerdiebstahl ist selten. Roller- und Mopeddiebstahl kommt häufiger vor – immer ordentlich abschließen.
Sicherheit auf den Inseln
Die Inseln sind in der Praxis sehr sicher. Die meisten kleinen bis mittelgroßen Inseln haben fast keine Straßenkriminalität. Man sieht Menschen, die Autofenster offen lassen, Café-Besitzer, die Taschen auf Tischen liegen lassen, und Boote unabgeschlossen in Häfen. Europäischer Menschenverstand gilt, aber auf Korfu, Kreta, Santorini, Mykonos, Rhodos oder den kleineren Inseln wird man kaum Sicherheitsprobleme haben.
Die Hauptsicherheitsbedenken auf Inseln sind natürlicher, nicht krimineller Natur.
Schwimmsicherheit
Griechenland hat einige der besten Strände Europas – und einige spezifische Gefahren im Wasser.
Meltemi-Winde: Der Meltemi ist ein starker, trockener Nordwind, der im Sommer über die Ägäis weht, besonders im Juli und August. Er kommt schnell und kann ruhiges Wasser innerhalb von Stunden aufwühlen. An exponierten Stränden – besonders an den Ostküsten von Mykonos, Paros, Naxos und Santorini – kann der Meltemi große Wellen und starke Strömungen mit wenig Vorwarnung erzeugen. Wenn der Meltemi weht, nicht an exponierten Stränden schwimmen, auch wenn der Strand von weitem ruhig aussieht.
Strömungen und Felsen: Viele griechische Strände fallen steil ab und haben felsigen Untergrund. Wasserschuhe an Kieselstränden (Lefkada, Teile Kretas) reduzieren das Verletzungsrisiko.
Quallen: Saisonale Quallenblüten treten auf, besonders in der Ägäis im Spätsommer. Die meisten Arten in griechischen Gewässern verursachen nur leichte Stiche. Bei Bedenken lokale Strandberichte prüfen.
Strandfahnen: Bewachte Strände verwenden EU-Standard-Flaggenfarben – grün (sicher), gelb (Vorsicht, mögliche Strömungen), rot (kein Schwimmen). Rote Fahnen respektieren.
Verkehrssicherheit
Griechenland hat eine höhere Straßenunfallsterblichkeit als der EU-Durchschnitt. Die Hauptgefahren für Besucher:
Bergstraßen: Straßen auf dem Peloponnes, auf Kreta und im nördlichen Griechenland sind eng, kurvenreich und oft schlecht gewartet. Langsam fahren. Einheimische fahren schnell auf Straßen, die sie kennen – nicht unter Druck setzen lassen, mitzuhalten.
Inselstraßen: Straßenoberflächen auf kleineren Inseln variieren von ausgezeichnet bis gefährlich. Mopeds und Motorräder sind für einen überproportionalen Anteil der Touristenverletzungen in Griechenland verantwortlich. Wer noch nie Motorrad gefahren ist, sollte hier nicht damit anfangen. Viele Vermieter verleihen 50cc-Mopeds ohne Führerscheinkontrolle – das bedeutet nicht, dass man rechtlich abgesichert oder kompetent ist.
Nachtfahrten: Bergfahrten nachts vermeiden, wenn man die Straßen nicht kennt.
Überholen: Griechische Fahrer überholen häufig und auf engen Straßen. Bei entgegenkommendem Verkehr extra Abstand halten.
Hitze und Waldbrandgefahr
Griechenland erlebt extreme Hitze im Juli und August, regelmäßig über 40°C in Athen und auf den trockeneren Inseln. Hitzeerkrankungen (Hitzerschöpfung, Hitzschlag) sind ein echtes Risiko für Besucher, die an diese Temperaturen nicht gewöhnt sind.
Praktische Maßnahmen: Archäologische Stätten vor 11 Uhr oder nach 17 Uhr besuchen, mindestens 1,5 Liter Wasser mitführen, Hut tragen und Mittagspausen im Schatten oder in klimatisierten Räumen einlegen.
Waldbrände sind eine zunehmende saisonale Gefahr in Griechenland. Brände entstehen hauptsächlich in bewaldeten Gebieten (Evros, Attika, Teile des Peloponnes, Euböa, Rhodos). Bei Waldbrandbedingungen sofort den Anweisungen griechischer Behörden folgen. Evakuierungsanordnungen auf Inseln werden über das nationale 112-Warnsystem ausgegeben, das eine SMS an jedes auf einem griechischen Netz angemeldete Mobiltelefon sendet.
Häufige Betrüge
Taxizähler: Athener Taxis müssen das Taxameter laufen lassen. Manche Fahrer zum/vom Flughafen oder Hafen versuchen, einen „Festpreis” zu vereinbaren, der höher als der Taxameterpreis ist. Auf dem Taxameter bestehen. Der reguläre Festpreis vom Athener Flughafen ins Stadtzentrum beträgt ca. 38 Euro (Tag) und 54 Euro (Nacht).
Restaurant-Touristenfallen: Restaurants auf den Haupttouristenstreifen (besonders rund um Monastiraki und Plaka) nennen manchmal Preise für Fisch pro Kilogramm, ohne dies deutlich zu machen, und präsentieren Rechnungen, die nicht dem Bestellten entsprechen. Vor dem Hinsetzen nach einer schriftlichen Karte mit Preisen fragen, die Rechnung einzeln prüfen, und jedes Restaurant meiden, in das man von der Straße aus hineingedrängt wird.
Der „Schmuckladen”: Eine Person verwickelt einen in ein freundliches Gespräch, dann führt sie einen zu einem Geschäft, wo man unter Druck gesetzt wird, überteuerte Waren zu kaufen. Einladungen von Fremden, sich Läden „anzuschauen”, höflich ablehnen.
Bar-Betrug: In Mykonos und anderen Partyzielen fügen manche Bars unerwartete Kosten zur Rechnung hinzu (obligatorische Tisch-Minima, Servicegebühren, die nicht auf der Karte stehen). Preise vor der Bestellung in unbekannten Lokalen bestätigen lassen.
Notrufnummern
| Dienst | Nummer |
|---|---|
| Alle Notfälle (EU) | 112 |
| Polizei | 100 |
| Krankenwagen | 166 |
| Feuerwehr | 199 |
| Touristenpolizei (Englisch) | 1571 |
| Küstenwache | 108 |
Die 1571 Touristenpolizei ist während der Touristensaison auf Englisch besetzt und kann bei Beschwerden über Betrug, verlorene Gegenstände und touristenbezogene Vorfälle helfen.
Diese Nummern vor der Reise im Telefon speichern. Die Notrufnummer 112 funktioniert überall in der EU, auch von einem Telefon ohne SIM oder ohne Netzguthaben.
Reiseversicherung für Griechenland abschließen über [/go/insurance-greece]. Eine Griechenland eSIM vor dem Abflug besorgen – bleibt man ohne Roaminggebühren verbunden. Touren und Aktivitäten in ganz Griechenland mit GetYourGuide buchen.
Weitere Ratgeber
- Allein reisende Frauen in Griechenland – ausführlicher Sicherheitsleitfaden für Frauen
- Griechenland Reisetipps – Geld, Betrug, Etikette und alltägliche Praktisches
- Packliste Griechenland – was mitnehmen, einschließlich Sicherheitswesentlichem
- Fortbewegung in Griechenland – Transportoptionen und wie man häufige Fallstricke vermeidet
Frequently Asked Questions
- Ist Griechenland generell sicher für Touristen?
- Ja. Griechenland zählt regelmäßig zu den sichereren europäischen Ländern für Touristen. Gewaltkriminalität gegen Besucher ist selten. Die Hauptrisiken sind Taschendiebstahl in überfüllten Athener Gegenden, Schwimmgefahren bei starkem Wind sowie die üblichen Touristenfallen, die man in allen Mittelmeerzielen findet.
- Ist Athen sicher, um nachts herumzulaufen?
- Die meisten Teile Athens sind nachts sicher. Zentrale Viertel wie Monastiraki, Plaka, Koukaki, Kolonaki und Exarchia sind gut beleuchtet und belebt. Es gilt die gleiche Vorsicht wie in jeder europäischen Hauptstadt: Wachsamkeit, Wertsachen in der vorderen Hosentasche, und die Gegend um den Omonia-Platz spät nachts meiden.
- Was sind die Notrufnummern in Griechenland?
- Notruf (EU-weit): 112. Polizei: 100. Krankenwagen: 166. Feuerwehr: 199. Touristenpolizei (Englisch sprechend): 1571. Die 112 funktioniert überall in der EU und ist die zuverlässigste Option vom Mobiltelefon aus.
- Sind die griechischen Inseln sicher?
- Die Inseln sind nach europäischem Standard äußerst sicher. Auf den meisten kleineren und mittleren Inseln ist die Kriminalitätsrate sehr niedrig. Die Hauptgefahren sind natürlicher Art: Meltemi-Winde, die raue See verursachen, felsiges Unterwassergelände und Hitze im Juli und August.
Book an experience
Touren und Aktivitäten buchen
Entdecken Sie geführte Touren und Erlebnisse in Griechenland — sofortige Bestätigung, kostenlose Stornierung bei den meisten Buchungen.