Griechenland Reisetipps: Was du vor der Abreise wissen solltest
Griechenland Reisetipps: Geld, Sicherheit, Trinkgeld, Dresscode, Fähren und was du vor der Abreise wissen solltest.
Geld und Zahlungen
Griechenland verwendet den Euro (€). Kartenzahlung ist zwar weiter verbreitet, aber Bargeld bleibt in ländlichen Gebieten, kleinen Tavernen, auf Märkten und kleinen Inseln wichtig.
Geldautomaten: In Städten und touristischen Hauptgebieten weit verbreitet. Auf kleineren Inseln gibt es manchmal nur einen Automaten — und der kann an belebten Wochenenden leer sein. Vor der Weiterreise in abgelegene Gebiete Bargeld abheben. Die meisten Geldautomaten akzeptieren VISA, Mastercard und Maestro.
Geldwechsel: An Flughäfen (schlechte Kurse), in Stadtbanken (bessere Kurse, aber Wartezeiten) und in touristischen Wechselstuben (variabel) möglich. Die beste Strategie für die meisten Reisenden: die Heimatbankkarte an lokalen Automaten nutzen und Fremdwährungsgebühren akzeptieren, anstatt vorab Bargeld zu wechseln.
Trinkgeld: Nicht obligatorisch, aber geschätzt. 5–10 % in Restaurants mit Tischservice; Taxi-Fahrpreise aufrunden; 5–10 € pro Person für gute geführte Touren.
SIM-Karten und Konnektivität
EU-Roaming: Mit einem EU/EEA-Mobilfunkvertrag funktioniert die Karte in Griechenland zu inländischen Tarifen — kein Aufpreis.
Nicht-EU-Besucher: Lokale SIM-Karten von Cosmote, Vodafone Greece und Wind Hellas in deren Geschäften erhältlich — Pass zur Registrierung mitbringen. Tarife ab ca. 10–20 €/Monat mit Daten. Cosmote hat die größte Abdeckung auf dem Festland und den größeren Inseln.
Airalo eSIM: Vor der Reise kaufen — aus der Ferne aktivieren, kein Schlange stehen im Handyladen. Die Abdeckung nutzt lokale Netzvereinbarungen; vor dem Kauf die Griechenland-Abdeckungsseite prüfen.
WLAN: In Hotels, Cafés und Restaurants in touristischen Gebieten gut. Auf kleineren Inseln variabel.
Sprache
Griechisch ist die Amtssprache; das griechische Alphabet wird verwendet. In touristischen Gebieten wird Englisch weit verbreitet gesprochen — besonders von allen im Gastgewerbe, im Handel oder im Transportwesen tätigen Personen. Außerhalb der touristischen Gebiete ist Englisch weniger verbreitet, aber die Menschen versuchen in der Regel zu helfen.
Ein paar griechische Wörter werden sehr geschätzt:
- Hallo: Yiasas (formell) / Yiasou (informell)
- Danke: Efharisto
- Bitte / Gern geschehen: Parakalo
- Ja / Nein: Nai / Ohi
- Sprechen Sie Englisch?: Milatε Anglika?
Das griechische Wort für „Nein” (Ohi) klingt ähnlich wie das englische „okay” — nicht verwechseln.
Etikette und Kultur
Kleidung an religiösen Stätten: Griechenland hat strenge Kleiderordnungen an Kirchen und Klöstern — Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Viele Stätten bieten Tücher für unvorbereitete Besucher an. An der Akropolis gibt es keine Kleiderordnung; in Kirchen und Klöstern schon.
Siesta: Die griechische Siesta ist real, besonders außerhalb touristischer Gebiete — viele Geschäfte schließen von 14–17 Uhr (besonders im Sommer). Vor 13 Uhr kein Mittagessen erwarten, vor 20 Uhr kein Abendessen; Griechen essen spät.
Das Kafeneion: Das traditionelle griechische Kaffeehaus — oft ein von Männern dominierter Raum in Dörfern mit griechischem Kaffee (stark, unfiltriert), Ouzo und Gesprächen. Touristen sind generell willkommen, aber das Kafeneion hat seinen eigenen Rhythmus. Kaffee bestellen, sitzen und beobachten.
Meze-Kultur: Essen teilen ist zentral für die griechische Esskultur — Mezedes (kleine Gerichte) sind dafür gedacht, gemeinsam für den Tisch bestellt zu werden, nicht einzeln. In traditionellen Tavernen ist die Karte ein Leitfaden; der Kellner erklärt oft, was frisch ist.
Sicherheit
Taschendiebstahl: Das Hauptrisiko. Besonders in belebten Athener Touristenbereichen (Monastiraki, Omonia-Metro, Plaka) und auf überfüllten Fähren aufpassen. Taschen nicht unbeaufsichtigt am Strand lassen.
Verkehrssicherheit: Die größte reale Gefahr, besonders auf den Inseln. ATV- und Quad-Unfälle sind ein beständiges Problem auf Santorin, Mykonos und Korfu. Wer kein erfahrener Fahrer ist, sollte ein Auto statt einem ATV mieten. Motorradhelme sind gesetzlich vorgeschrieben.
Sonne: Echte Gefahr im Juli und August — Temperaturen erreichen 38 °C an exponierten archäologischen Stätten ohne Schatten. Wasser, Sonnencreme (LSF 50 empfohlen) und einen Hut mitbringen. Die Akropolis ist vollständig ungeschützt.
Meeresbedingungen: Der Meltemi-Wind (ein trockener Nordwind) weht stark über die Ägäis im Juli–August. Er schafft raue Bedingungen an exponierten Stränden und kann Katamaran-Fährdienste absagen. Die Ionische Küste (Korfu, Lefkada, Kefalonia) ist generell ruhiger.
Notrufnummern:
- Notruf: 112 (EU-Standard)
- Polizei: 100
- Krankenwagen: 166
- Feuerwehr: 199
- Touristenpolizei: 171 (englischsprachig)
Was einpacken
Kleidung:
- Leichte, atmungsaktive Kleidung (Baumwolle, Leinen) für den Sommer
- Eine Schicht für Abende, besonders auf Inseln, wo Meeresbrisen nach Sonnenuntergang schnell für Abkühlung sorgen
- Schulter- und Kniebedeckung für religiöse Stätten
- Bequeme Wanderschuhe mit gutem Grip — der Weg zur Akropolis und die meisten archäologischen Stätten bestehen aus abgenutztem Kalkstein, der rutschig sein kann
Praktisches:
- Hochfaktor-Sonnenschutz (in Griechenland erhältlich, aber in Touristenshops teuer)
- Wiederverwendbare Wasserflasche — Leitungswasser ist auf dem Festland und Kreta meist trinkbar; auf kleineren Inseln Flaschenwasser empfohlen
- Powerbank — nützlich auf langen Fährüberfahrten
- EU-Reiseadapter (Griechenland nutzt Typ C/F-Stecker, 230 V)
Dokumente:
- Reisepass oder EU-Personalausweis
- Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) für EU-Bürger
- Reiseversicherungspolice — für alle Reisenden empfohlen; für Aktivitäten (Wandern, Wassersport) unverzichtbar
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Weitere Informationen
- Griechenland Packliste — was nach Jahreszeit und Aktivität mitgenommen werden sollte
- Ist Griechenland sicher? — Sicherheitsüberblick und häufige Tricks
- Griechenland Budgettipps — wie man Kosten senkt, ohne etwas zu verpassen
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