Türkisfarbenes Wasser und weißer Sandstrand an einem griechischen Strand mit Felsen im Hintergrund

Die besten Strände Griechenlands: Ein ehrlicher Überblick

Die besten Strände Griechenlands: Elafonisi, Myrtos, Porto Katsiki, Balos, nach Insel, Anfahrt und Strandtyp sortiert, mit praktischen Infos.

Griechenland hat über 16.000 km Küstenlinie und Tausende von Stränden — aber nicht alle sind gleich. Zwischen dem berühmten weißen Quarzsand auf Naxos, dem rosafarbenen Sandstrand auf Elafonisi und den dramatischen Felsformationen von Sarakiniko auf Milos liegt ein großer Unterschied. Dieser Überblick sortiert die besten Strände nach Insel und Strandtyp, damit Sie den richtigen für Ihre Reise finden.

Kreta: Die größte Strandauswahl

Kreta hat die größte Strandvielfalt aller griechischen Inseln — von organisierten Resortsstränden bis zu einsamen Buchten an der Südküste.

Elafonisi: Flache Lagune im äußersten Westen mit rosafarbenem Sand (durch Korallenrückstände gefärbt) und türkisfarbenem, flachem Wasser. Im Hochsommer sehr voll — früh morgens ankommen (vor 10 Uhr) oder außerhalb Juli–August reisen. Kostenlos, keine Liegestuhlmiete nötig (Platz auf dem trockenen Teil der Lagune).

Balos-Lagune: Spektakulär weißer Sandstrand mit flachem, nahezu tropisch wirkendem Wasser im Nordwesten. Per Geländewagen (30 Min. Schotterpiste ab Kissamos) oder per Boot (Tagesausflüge ab ca. 20 Euro). Nicht für normale Mietwagen geeignet — der Weg beschädigt die Federung.

Preveli: Exotischer Strand im Süden mit einem Süßwasserfluss, der durch eine Palmenschlucht ins Meer fließt. Sehr beliebt für Fotos, ca. 30 Minuten Fußweg zum Strand. Parken oben am Parkplatz, dann zu Fuß hinunter.

Stavros: Der Strand aus dem Film Alexis Sorbas. Kleines Dorf, runde Bucht, ruhiges Wasser. Ideal für Familien. Weniger bekannt als Elafonisi oder Balos, daher weniger überfüllt.

Ionische Inseln: Klarste Wasser Griechenlands

Die Ionischen Inseln im Westen haben das klarste Wasser Griechenlands — ruhiger als die Ägäis, mit grünem Hinterland.

Porto Katsiki (Lefkada): Weißer Kieselstrand unter weißen Kalksteinklippen — regelmäßig als einer der schönsten Strände Europas gelistet. Per Treppe vom Parkplatz oder per Boot aus Nidri erreichbar. Im Hochsommer sehr voll; Motorboote sind die beste Option.

Myrtos (Kefalonia): Dramatischer weißer Kieselstrand in einer steilen Bucht — das Wasser ist ein intensives Türkisblau, das unreal wirkt. Keine Liegestühle auf dem Strand selbst, nur ein kleiner Kiosk. Anfahrt per Mietwagen über eine kurvenreiche Straße.

Navagio / Schiffswrack (Zakynthos): Der meistfotografierte Strand Griechenlands — weißer Sand, kristallklares Wasser und ein rostiges Schiffswrack als Motiv. Nur per Boot erreichbar (ab Porto Vromi oder Zakynthos Stadt, ca. 10–15 Euro). Im Hochsommer Dutzende Boote gleichzeitig — früh fahren oder abends.

Kykladen: Dramatik und Kontrast

Sarakiniko (Milos): Kein typischer Sandstrand, sondern eine Mondlandschaft aus weißem Vulkangestein mit türkisfarbenen Buchten — einzigartig in Griechenland. Sehr beliebt für Fotos, kein Sand, Schwimmen in den Felslücken. Kostenlos, kein Bus — Mietwagen oder Roller.

Agios Prokopios (Naxos): Langer, flacher Sandstrand mit ausgezeichneter Windbedingungen für Einsteiger. Die Sandqualität gilt als die beste in den Kykladen. Gut für Familien und Windsurfanfänger.

Super Paradise / Paradise (Mykonos): Organisierte Partystrände mit Liegestühlen, DJ und Getränkeservice. Nicht für ruhige Urlauber, aber das Wasser ist ausgezeichnet. Preise für Liegestühle: 30–50 Euro pro Paar.

Kolymbithres (Paros): Runde Granitfelsen, die das Wasser in kleine natürliche Pools aufteilen — ungewöhnliches und fotogenes Stranderleben, ruhig und familienfreundlich.

Dodekanes: Geschichte und Strände kombiniert

Anthony-Quinn-Bucht (Rhodos): Kleiner felsiger Abschnitt zwischen Faliraki und Ladiko — klares Wasser über weißen Kieseln, ideal zum Schnorcheln. Kein Sandstrand, aber deutlich ruhiger als Faliraki.

Tsambika (Rhodos): Langer Goldsandbogen an der Ostküste, 27 km von Rhodos Stadt. Das Wasser ist ruhig, gute Schnorchelmöglichkeiten, volles Strandangebot. KTEL-Bus ab ca. 3 Euro.

Tigaki (Kos): Langer Sandstrand mit sanftem Wind — einer der besten Windsurfstrände der Dodekanes für Anfänger und Fortgeschrittene.

Istroto und Pelion: Festland-Strände

Plaka-Strand (Naxos): Einer der längsten natürlichen Sandstrände der Kykladen — 8 km, wenig bebaut, gute Kamping-Infrastruktur. Wind von Nordwesten, beliebt bei Kitesurfern.

Damouchari (Pelion, Festland): Kleines Fischerdorf mit einer Bucht aus dem Film Mamma Mia — türkisfarbenes Wasser, keine Massen. Per Schotterpiste erreichbar, kein Massentourismus.

Praktische Strandtipps

Liegen und Schirme: In der Hochsaison (Juli–August) kosten Liegestühle und Schirm an beliebten Stränden 8–25 Euro pro Tag (pro Paar). An weniger bekannten Stränden oft kostenlos oder deutlich günstiger.

Wasser und Schatten: An isolierten Stränden (Elafonisi, Balos, Sarakiniko) gibt es keinen Schatten — genug Sonnencreme, Kopfbedeckung und Wasser mitbringen.

Bester Zeitraum: Mai–Juni und September–Oktober. Das Wasser ist warm genug (23–26 °C), die Strände weniger überfüllt und Parkplätze leichter zu finden. Juli–August ist für viele der bekanntesten Strände frustrierend voll.

Anreise zu abgelegenen Stränden: Viele der schönsten Strände (Balos, Porto Katsiki, Elafonisi) sind nur per Mietwagen oder Boot zugänglich. Die öffentlichen Busverbindungen auf den Inseln sind selten zuverlässig für abgelegene Ziele.

Die unterschätzte Alternative: Epirus und Chalkidiki

Voidokilia (Messenien, Peloponnes): Perfekt halbmondförmige Bucht mit weißem Sand — vom griechischen Umweltministerium zum schönsten Strand des Festlands gekürt. Kombination mit dem nahe gelegenen Nestor-Palast (Pylos) empfehlenswert.

Kavourotrypes (Chalkidiki): Kleine Buchten mit leuchtend blauem Wasser und Pinienwäldern auf dem Rücken — typisch für den östlichen Chalkidiki-Finger Athos. Gut erreichbar von Thessaloniki (ca. 1,5 Stunden) ohne Inselflug.

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