Die weiß getünchten Gassen und die blau gewölbte Kirche der Altstadt von Parikia auf Paros

Paros Reiseführer: Die vollständige Inselanleitung

Die Marmorstrassen von Parikia, das Fischerdorf Naoussa mit venezianischen Ruinen, Windsurfen am Goldstrand und beste Fährverbindungen der Kykladen.

Paros liegt im Zentrum der Kykladen — geographisch, charakterlich und praktisch. Die Insel ist groß genug für eine ordentliche Infrastruktur, schön genug, um mit jedem ihrer Nachbarn zu konkurrieren, und vernünftig genug, um die extremen Preise von Mykonos oder Santorini zu vermeiden. Die Insel hat zwei unterschiedliche Zentren: Parikia (die Hafenhauptstadt, weiß getüncht und labyrinthisch) und Naoussa (der Fischerhafen, der sich zum gehobenen Dorf gewandelt hat). Zwischen ihnen überquert eine 16 km lange gute Straße eine Insel aus Marmorsteinbrüchen, Olivenhainen und Bergdörfern.

Parikia

Die Hauptstadt und der Hafen — eine klassische Kykladenhauptstadt, die langsames Schlendern belohnt. Das alte Kastro (venezianische Burg aus dem Marmor eines antiken Tempels gebaut) ist der Mittelpunkt; das Labyrinth weiß getünchter Gassen darunter birgt das am besten erhaltene historische Zentrum von Paros.

Ekatontapiliani (Kirche der Hundert Türen): Die bedeutendste frühchristliche Basilika der Kykladen, erbaut im 4.–6. Jahrhundert. Eintritt frei, täglich 8–21 Uhr geöffnet. Das Innere ist byzantinisch und weitgehend unrestauriert — ungewöhnlich und historisch bedeutsam.

Archäologisches Museum von Paros: Kleine, aber gute Sammlung kykladischer Marmorfigurinen und des parischen Chronikstücks (eine Marmorinschrift mit Ereignissen der griechischen Geschichte von 1581 bis 264 v. Chr.). Eintritt 4 €, Di–So 8–15 Uhr.

Naoussa

Die zweite Stadt der Insel — ein Fischerhafen, der sich als stilvolle Alternative zu Parikia neu erfunden hat. Der innere Hafen (mit der halb im Wasser versunkenen venezianischen Ruine) ist eine der meistfotografierten Ecken der Kykladen. Restaurants und Bars säumen den Kai; die Umgebung hat die besten Boutique-Hotels der Insel.

Naoussa ist vergleichsweise teuer. Abendessen an den Hafenrestaurants ca. 30–50 € pro Person. Für mehr Wert lohnt sich ein Abstecher in die Nebenstraßen.

Strände

Paros hat ausgezeichnete Strände an mehreren Küstenlinien — Kolymbithres für die ungewöhnlichen Granitfelsformationen nahe Naoussa, Golden Beach für Windsurfen (konstanter Meltemi-Wind, PWA Windsurf World Cup) und Santa Maria für klares, ruhiges Wasser.

Antiparos

Eine 5-minütige Fährüberfahrt von Parikia (ab Pounta) bringt Sie nach Antiparos — eine kleine Insel mit anderem Charakter. Das Hauptdorf hat eine mittelalterliche Burg (Eintritt frei, Gassen begehbar), und die Strände (Agios Georgios, Sifneiko) sind weniger überfüllt als vergleichbare Paros-Strände. Die berühmte Höhle von Antiparos (Eintritt 4 €, 6 km vom Dorf) ist eine Stalaktitenhöhle mit bemerkenswertem Inneren — seit der Antike besucht (Lord Byron ritzte seinen Namen hinein).

Unterkunft in Paros

Die Wahl besteht zwischen Naoussa (gehoben, Boutique-Hotels ab 130 €/Nacht, Fischerhafenflair) und Parikia (besserer Wert ab 85 €/Nacht, klassische Kykladengassen). Golden Beach Studios sind die günstigste Strandoption ab ca. 70 €/Nacht.

Restaurants in Paros

Naoussa konzentriert das ambitionierteste Essen der Insel — Hafentavernen ca. 30–50 € pro Person. Für besseren Wert liefern die Nebenstraßen von Parikia und die Dörfer ehrliche griechische Küche für ca. 15–25 € pro Person.

Paros Marmor

Paros produziert seit 4.000 Jahren Marmor — der parische Marmor (Lychnites, „Lampenstein”) war in der Antike der begehrteste weiße Marmor, im Fackelschein tief unter der Erde abgebaut, um seine Transluzenz zu bewahren. Die Venus von Milo, der Hermes des Praxiteles und der Fries des Siphnischen Schatzhauses in Delphi sind alle aus parischem Marmor. Die Steinbrüche (Marathi, 6 km östlich von Parikia) können besichtigt werden — ein Schotterweg führt ins marmorgehauene Innere des Haupttunnels. Freier Zugang; Taschenlampe mitbringen.

Fortbewegung auf Paros

KTEL-Busse verbinden Parikia mit Naoussa, Golden Beach, Piso Livadi und Aliki — ca. 1,80–2,50 € pro Fahrt, zuverlässig in der Saison. Taxi von Parikia nach Naoussa ca. 12 €. Mietwagen ca. 35–55 €/Tag; Roller ab ca. 20 €/Tag.

Inselhopping von Paros

Paros ist das beste Fährzentrum der zentralen Kykladen. Ab Parikia:

  • Naxos: 30–45 Minuten mit der Schnellfähre, mehrmals täglich.
  • Ios: Ca. 1,5 Stunden — bekannt für seine Partyszene, gute Strände.
  • Santorini: Ca. 3 Stunden mit der Linienfähre, 1,5 Stunden mit Schnellfähre.
  • Mykonos: Ca. 40 Minuten mit der Schnellfähre, 2,5 Stunden Linienfähre.
  • Antiparos: 5 Minuten mit der Kleinbootfähre ab Pounta (9 km südlich von Parikia, per Bus oder Taxi erreichbar).

Detaillierte Guides: Aktivitäten auf Paros, Strände auf Paros, Restaurants auf Paros und Unterkunft auf Paros.

Abwägen zwischen den zentralen Kykladen? Siehe unseren Paros vs. Naxos Vergleich.

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Siehe auch

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