Olympia Reiseführer — Geburtsort der Olympischen Spiele
Geburtsstätte der Olympischen Spiele, Zeustempel, Hermes des Praxiteles; wie Sie Olympia von Athen oder Patras aus erreichen.
Olympia ist der Ort, an dem die Olympischen Spiele geboren wurden — und 1.170 Jahre lang ohne Unterbrechung stattfanden. Das Heiligtum im westlichen Tal des Peloponnes war einer der heiligsten Orte im antiken Griechenland, besucht von Pilgern, Athleten und Königen aus dem gesamten Mittelmeerraum. Die Überreste der Tempel, der Sportanlagen und der Statuen (teilweise dokumentiert durch das ausgezeichnete Museum) vermitteln ein klares Bild dessen, was einst der wichtigste Versammlungsort der griechischen Welt war.
Das archäologische Gelände
Das Heiligtum ist ein großes, bewaldetes Gebiet, das vom Fluss Alpheios durchquert wird — von Kiefern und Oleander beschattet, was die meisten griechischen Stätten nicht bieten. Die gefallenen Säulentrommeln des Zeustempels (einst Behausung eines der Sieben Weltwunder der Antike) liegen genau dort, wo das Erdbeben sie umgeworfen hat. Der Heratempel ist der älteste erhaltene dorische Tempel Griechenlands. Die originale Sprintbahn des Olympia-Stadions ist begehbar — Sie können die 192-m-Strecke von den originalen Startblöcken aus laufen.
Eintritt: Ca. 18 € (April–Oktober), ca. 12 € (November–März, Stand 2026). Das Kombiticket umfasst das Gelände und das Archäologische Museum.
Öffnungszeiten: Im Sommer täglich 8–20 Uhr; im Winter Di–So 8–15 Uhr (montags geschlossen).
Das Archäologische Museum
Eines der besten Regionalmuseen Griechenlands — die Giebelskulpturen des Zeustempels (die das Wagenrennen des Pelops und die Schlacht der Lapithen und Kentauren darstellen) sind vollständig ausgestellt, die Nike des Paionios ist außergewöhnlich, und der Hermes des Praxiteles ist möglicherweise ein Original (die meisten griechischen Skulpturen sind nur in römischen Kopien erhalten). Einplanen 1,5–2 Stunden.
Die Olympische Flammzeremonie
Die Olympische Flamme für jede moderne Olympiade wird noch immer in Olympia durch einen Parabolspiegel entzündet, der Sonnenlicht auf die Fackel im Heratempel bündelt, von einer als antike Priesterin gekleideten Frau. Die Zeremonie findet ca. 4–6 Monate vor jedem Spiel statt. Wenn die Spiele in naher Zukunft liegen, ist die Zeremonie für eine begrenzte Anzahl von Zuschauern zugänglich.
Unterkunft in Olympia
Das moderne Dorf Olympia ist eine einzige Straße mit Hotels neben dem Heiligtum.
Budget: Pension Poseidon (einfach, ab ca. 45 €/Nacht), Hotel Kronos (kleines Gästehaus, ab ca. 55 €/Nacht).
Mittelklasse: Hotel Pelops (freundlich, zentral, ab ca. 70 €/Nacht), Villa Mercouri (etwas außerhalb, ab ca. 85 €/Nacht), Theokolos Hotel (ab ca. 80 €/Nacht).
Gehobene Kategorie: Hotel Europa (Hügellage, Pool, ab ca. 110 €/Nacht) — die komfortabelste Unterkunft im Gebiet.
Gastronomie in Olympia
Die Dorfgasthäuser sind eher funktional als herausragend. Die meisten Besucher essen in ihrem Hotel oder in einem der mehreren bescheidenen Tavernen an der Hauptstraße.
Taverna Melathron: Das konstant empfohlenste — traditionelle Peloponnes-Küche (gegrilltes Lamm, Pastitsio, Bauernsalate), ca. 15–22 € pro Person.
Kladeos: Flussgarten-Ambiente (am Kladeos-Fluss am Stadtrand), zuverlässige Grillgerichte und Salate, ca. 18–28 € pro Person.
Taverna Bacchus: Gute Auswahl lokaler Gerichte, faire Preise, ca. 15–20 € pro Person.
Kleomedis Restaurant: Gehobenes Angebot im Hotel Europa — bessere Küche als die Hauptstraßentavernen, ca. 25–35 € pro Person.
Anreise nach Olympia
Mit dem Auto: Von Athen die A8 Autobahn nach Patras (Mautstraße, ca. 10 € Maut einfach), dann südlich auf der E55 nach Pyrgos und Beschilderung nach Olympia folgen. Ca. 3,5 Stunden (320 km). Parkplatz am Geländeeingang vorhanden.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: KTEL-Busse von Athen (Kifissos Terminal, ca. 5 Stunden, ca. 30–35 € hin und zurück) fahren zweimal täglich. Zug nach Pyrgos (von Athen Larissa Bahnhof, Umstieg in Korinth oder Patras, ca. 4–5 Stunden), dann Bus oder Taxi nach Olympia — 30 Minuten, ca. 15 € per Taxi.
Geführte Touren: Die meisten Besucher aus Athen buchen eine Tagestour (ca. 75–110 € pro Person inkl. Transport, Führung und Eintritt). Mehrtägige Peloponnes-Touren sind ab ca. 200 € pro Person erhältlich.
Zugänglichkeit: Das archäologische Gelände ist größtenteils flach und begehbar, wenngleich einige Oberflächen uneben sind. Das Museum ist vollständig zugänglich. Schatten ist begrenzt — Wasser und Sonnenschutz mitbringen.
Olympia mit anderen Peloponnes-Stätten kombinieren
Olympia lässt sich am logischsten als Teil eines Peloponnes-Rundkurses besuchen:
Athen → Nafplio (2 Nächte) → Olympia (1 Nacht) → Patras (oder zurück nach Athen): Die beste antike Geschichts-Runde auf dem Festland. Nafplio bietet Mykene und Epidaurus; Olympia rundet die antiken Stätten ab.
Athen → Patras → Olympia → Kalamata → Sparta/Mystras → Nafplio → Athen: Eine einwöchige Peloponnes-Runde, die das Beste der Region abdeckt. Ein Mietwagen ist erforderlich.
In der Nähe: Antikes Elis und Bassae
Antikes Elis (15 km nördlich von Olympia): Die Stadt, die die Spiele verwaltete — eine große, aber größtenteils unausgegrabene Stätte mit den Überresten der Agora und des Gymnasiums. Lohnt einen Abstecher beim Autofahren; kein Eintrittsgeld für den zugänglichen Bereich.
Apollontempel in Bassae (63 km südöstlich von Olympia): UNESCO-Welterbe in einer außergewöhnlichen Bergkulisse (1.131 m Höhe) — einer der besterhaltenen Tempel Griechenlands, entworfen vom selben Architekten wie das Parthenon (Iktinos). Der Tempel ist derzeit während laufender Erhaltungsarbeiten in einem Schutzzelt eingehüllt. Eintritt ca. 6 €. Die Bergstraße ist malerisch, erfordert jedoch ein Auto.
Beste Reisezeit
Frühling (April–Mai) ist ideal — moderate Temperaturen, grüne Landschaft, Oleander in Blüte. Herbst (September–Oktober) ist ebenfalls ausgezeichnet. Sommer (Juni–August) kann sehr heiß werden; frühe Morgen-Besuche (vor 10 Uhr) sind ratsam, und der Baumschatten im Gelände hilft. Winter ist die ruhigste Zeit; das Gelände ist weniger beeindruckend ohne die Sommervegetation, aber Menschenmengen sind minimal.
Praktische Hinweise
- Zeit einplanen: 3–4 Stunden für Gelände und Museum. Ein Halbtag reicht für einen engen Rundkurs; eine Übernachtung gibt mehr Spielraum.
- Wasser und Sonnenschutz: Unbedingt mitbringen — Kioske am Eingang sind vorhanden, aber teurer als im Dorf.
- Museum des Olympischen Geschichte: Ein separates Museum im modernen Dorf (nicht im Geländeticket enthalten, Eintritt ca. 6 €) — dokumentiert die antiken Spiele gut: Regeln, Wettkämpfe, Preise und kulturelle Bedeutung.
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